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Wagenkirche: Vom Urlaub in den Alltag

Verfasst von admin am 6. September 2013 - 14:42

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20130906.mp3

Hallo Günter! Dir hat der Urlaub aber echt gut getan. Du siehst so viel jünger aus. Und abgenommen hast du auch.

Nee, ich bin nicht der Günter. Ich heiße Ulli. Ich bin der Neue hier in der Citypastoral.

Wie - der Neue?

Na, ich mach heut zum ersten Mal mit dir die Wagenkirche hier in der Stadt.

Ah ja, gut, schön, dass du da bist! Herzlich willkommen in Schweinfurt!

Wagenkirche: Heute gestreift

Verfasst von admin am 26. Juli 2013 - 14:30

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20130726.mp3

zum letzten Mal mit Günter Schmitt

Günter malt sich schwarze Streifen auf die Arme.

Mensch Günter, was treibst du denn da?

Ich schütze mich. Vor Vampirbremsen und Killerschnacken

Aber sonst bist du noch auf der Spur? Oder drehst du jetzt beim letzten Mal so richtig ab?

Nein, hast du nichts davon gehört, dass ein Streifenmuster auf der Haut vor Insektenstichen schützt. War in den letzten Tagen groß in der Presse. Manche Leute malen ihren Gaul als Zebra an. Es soll ein voller Erfolg sein.

Wagenkirche: Die NSA und das Vertrauen

Verfasst von admin am 12. Juli 2013 - 14:30

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20130712.mp3

Mensch Heiko, hat sich die Ami-Abhörbehörde, die NSA schon bei dir gemeldet. 

Wieso. Ich mach doch nichts Verbotenes. Was meinst du denn schon wieder.

Na, die hören doch alles ab und schreiben alles mit. Da könntest du doch deine Blogs und unsere Texte gleich dort abliefern. Das spart Zeit und Mühe.

Ach ja, früher da war das Missionieren im Internet manchmal öde und trist. Kaum jemand wollte meine Verkündigungsposts lesen. Oder gar Stilvoll Glauben – wer liest so was schon? Ja klar, Gott liest das alles. Vermutlich. Das ist doch schon mal was. Aber sonst? WER BITTESCHÖN INTERESSIERT SICH FÜR UNS?

NSA: Haben Sie nichts zu verbergen?

Verfasst von Heiko Kuschel am 11. Juli 2013 - 14:18
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NSA.mp3

Manchen scheint die Diskussion um Datenschutz und Überwachung ja ziemlich egal zu sein. Immer wieder taucht die Frage auf: Warum machen wir nur so einen Aufstand um das bisschen Überwachung durch ‪‎PRISM‬, die ‪‎NSA‬ und so weiter? Ist das nicht übertrieben? Was ist daran so schlimm? Wir sind die Guten, wir haben doch nichts zu verbergen. Nun ja:

Diejenigen, die immer so vertrauensselig sagen "ich habe ja nichts zu verbergen" bitte ich regelmäßig darum, mir ihr Mail-Passwort zu geben, ich bin ja schließlich auch eine vertrauenswürdige Person. Das hat allerdings seltsamerweise noch keiner gemacht.

Wagenkirche: Die Zeit auskosten

Verfasst von admin am 5. Juli 2013 - 14:32

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Mensch Heiko, schon Urlaub gebucht? Oder musst du wieder nach Holland?

Was heißt wieder nach Holland? Tolles Land! Großes Schwimmbecken! Große Sandkästen für meine Kleinste! Und es gibt Fisch! Was will ich mehr.

Na ja! Ich darf ja eigentlich nicht lästern. Ich bin nur mal durch Holland durchgefahren. Aber so wie du erzählst, ist das für Euch ja wirklich das Richtige.

Jesus nachfolgen? Ganz schön schwer ...

Verfasst von Heiko Kuschel am 30. Juni 2013 - 11:07
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Predigt_Nachfolge.mp3

Liebe Gemeinde!

Ein ziemlich unangenehmer Predigttext ist das heute, finde ich. Sperrig. Unbequem. Da ist nicht viel von „Du bist geliebt“ und „frohe Botschaft“ zu spüren, was wir doch sonst so gerne hören und verkünden. Auch bei unserem Kurs „Christsein für (Neu-)Einsteiger“, den wir ja mit diesem Gottesdienst abschließen, war davon die Rede. Davon, dass unsere Botschaft eine Frohbotschaft und keine Drohbotschaft ist. Davon, dass es nicht um Regeln und deren Befolgung geht, sondern im Gegenteil: Um Befreiung!

Wort in den Tag: Before I die ...

Verfasst von Heiko Kuschel am 22. Juni 2013 - 22:42
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28.06.13 Wort in den Tag.mp3

 

 

Before I die ... So steht es riesig groß auf Wänden in etlichen Städten der Welt. Und drunter, kleiner, in der jeweiligen Landessprache: Bevor ich sterbe, möchte ich ... Daneben Kreide, mit der die Leute im Vorbeigehen ihre Gedanken aufschreiben können. Die Wände sind voll, egal ob in New Orleans, wo Candy Chang das Projekt startete, oder in Aachen, Seoul, Nairobi oder Zürich.

Sehr ernsthafte Antworten finden sich neben manchen, die eher Spinnerei sind – oder vielleicht doch nicht? Vielleicht schreibt einer hier zum ersten Mal auf: „Ich möchte eine Weltreise machen“ – und fängt ab diesem Tag an zu planen und zu sparen? Vielleicht schreibt eine andere „ich möchte eine tolle Oma sein“ - und überlegt sich nun schon mit 25 Jahren, wie das einmal aussehen könnte?

Was würden Sie schreiben? Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch tun? Was ist das Ziel, der Sinn Ihres Lebens? Fangen Sie doch einfach damit an. Heute.

Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der Evangelischen Citykirche Schweinfurt.

 

Wort in den Tag: Glück und Unglück

Verfasst von Heiko Kuschel am 22. Juni 2013 - 22:25
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27.06.13 Wort in den Tag.mp3

 

Es war einmal ein alter Mann, der hatte nur ein einziges Pferd. Eines Tages lief es davon, über die Grenze ins Nachbarland. Was für ein Unglück! So klagten die Nachbarn. Doch der Bauer meinte: Wer weiß? Vielleicht ist unser Unglück unser Glück.“

Bald schon kam das Pferd zurück – und brachte noch ein wunderschönes Pferd mit. Was freuten sich die Nachbarn! Doch der Bauer meinte: Wer weiß? Vielleicht ist unser Glück unser Unglück.

Der Sohn des Bauern ritt das neue Pferd ein, fiel herunter, brach sich ein Bein. „Was für ein Unglück!“ jammerten die Nachbarn. Doch der Bauer meinte nur: Wer weiß ...

Bald schon wurden Truppen eingezogen für einen Krieg gegen das Nachbarland. Doch den Sohn des Bauern mit dem gebrochenen Bein ließen sie zu Hause.

Glück? Unglück? Manchmal liegt es nahe beieinander. Manchmal bedingen sie einander.

Ich wünsche Ihnen für heute, dass Sie auch in unglücklichen Momenten nicht den Blick verlieren für das Schöne, das Positive, für Ihr Glück.

Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt

 

Wort in den Tag: Was ist Glück?

Verfasst von Heiko Kuschel am 22. Juni 2013 - 22:19
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26.06.13 Wort in den Tag.mp3

 

Was ist Glück? So fragte die Zeitung „Die Zeit“ letzte Woche in einem Philosophie-Spezial. Tilo Wesche, Philosophieprofessor in Jena, gibt darauf eine interessante Antwort. Ganz kurz zusammengefasst, gibt es für ihn drei Glücksstufen. Die unterste ist das nackte Überleben. Wer schon mal in Lebensgefahr war, kann das sicher nachvollziehen. Die zweite Stufe ist Lebensqualität. Auch das verstehen wir sofort. Die dritte und höchste Stufe überschreibt Tilo Wesche mit „Sinn“. Na toll, darin kann man ja jetzt wieder alles unterbringen, denke ich mir. Nein, sagt Wesche. Das meiste, was wir als „Sinn“ bezeichnen – eigener Erfolg, Spaß am Leben, was auch immer – das sind nur Ersatzangebote.

Echten Sinn erfahren wir, wenn wir uns nicht nur um uns selber kümmern, sondern für andere da sind. Wesche schreibt: „Sinn ist die Erfahrung, (...) etwas zu tun, das nicht bloß für mich, sondern um eines anderes willen gut ist.“

Wahres Glück, sagt Wesche, hängt vom Glück anderer Menschen ab. Wer nur auf sich selbst und das eigene Glück sieht, gibt sich mit einem kleineren Glück zufrieden.

Hört sich ja fast an wie Jesus: „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute Ihr Glück finden. Im Glück der Menschen um Sie herum.

Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt.

 

Wort in den Tag: Das Hemd des Glücklichen

Verfasst von Heiko Kuschel am 22. Juni 2013 - 22:12
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25.06.13 Wort in den Tag.mp3

 

Leo Tolstoi erzählte einmal die Geschichte von einem König, der unheilbar krank war. Auch die Weisen, die er befragte, wussten keinen Rat – bis auf einen. Der meinte, man müsse dem König nur das Hemd eines glücklichen Menschen bringen.

So zogen die Boten des Königs aus, um diesen Menschen zu finden.

Doch sie hatten keinen Erfolg: Wer reich war, war krank; wer gesund war, war arm; wer gesund und reich war, der hatte Probleme mit der Familie.

Die Boten hatten die Suche schon aufgegeben, als sie an einer windschiefen Hütte vorbeikamen. Sie hörten den Bewohner sagen: „Gottlob, zu tun gab es heute wieder genug, satt bin ich auch und lege mich nun schlafen. Was braucht es mehr?"

Erfreut und erleichtert baten sie den Mann, dem König zu helfen und ihm sein Hemd zu schenken. Da antwortete er: „Oh – das tut mir aber Leid. Ich habe gar kein Hemd.“

Woran hängt Ihr Glück? An Ihrem Besitz? An Ihrer Gesundheit? Am Erfolg?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute so viel Glück erfahren können wie dieser eine glückliche Mensch.

Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt

 

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