Die Gemeinschaft der Eiligen

Verfasst von Heiko Kuschel am 8. Mai 2011 - 11:20
Bild von Heiko Kuschel

Gemeinschaft der Eiligen – der erste Twittergottesdienst auf dem Barcamp Kirche 2.0 in Frankfurt

Pfarrer Heiko Kuschel und Pfarrer Alexander Ebel haben am Sonntag die erste Twandacht mit Hilfe von Alexander Schnapper (i-public) gleitet.

Texte und Gebete wurden mit dem Hashtag #twigo über Twitter verbreitet.

Dies waren die Tweets, die - bis auf einige technisch bedingte Unterbrechungen - in Begleitung des Gottesdienstes gesendet wurden:

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Herzlich willkommen zum #Twigo! Alle Tweets, die ihr mit dem Hashtag #twigo verseht, werden auf unserer Twitterwall angezeigt.

Wir singen gemeinsam: „Aufstehn aufeinander zugehn“ http://bit.ly/mAlp7g

Lied einblenden (PDF)

Gemeinsam lesen wir einen Text aus dem Philipperbrief, Kapitel 2, die Verse 5 bis 11.

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:

Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein.

Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich.

Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen.

Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm,

ja, den Verbrechertod am Kreuz.

Darum hat Gott ihn auch erhöht und ihm den Rang und Namen verliehen,

der ihn hoch über alle stellt.

Vor Jesus müssen alle auf die Knie fallen

alle, die im Himmel sind, auf der Erde und unter der Erde;

alle müssen feierlich bekennen: »Jesus Christus ist der Herr!«

Und so wird Gott, der Vater, geehrt.

Amen.

Lasst uns vor Gott treten, unsere Schuld bekennen und beten!

Gott, du hast uns in der Taufe deinen Geist verheißen,

den Geist deines Sohnes Jesus Christus,

den Geist des Friedens und der Versöhnung.

Er will uns leiten in unserem Denken und Tun.

Wir aber müssen bekennen:

Wir sind abgestumpft

durch die Nachrichten von Krieg, Terror und Gewalt.

Wir haben uns daran gewöhnt,

dass Menschen gefoltert, vergewaltigt und getötet werden.

Selten schreien wir für sie nach Frieden und Gerechtigkeit.

Oft sind wir selbst Ursache von Unfrieden.

Wir haben wenig Geduld mit anderen.

Wir beharren auf unserem Recht.

Es fehlt uns an Offenheit,

wenn andere den ersten Schritt für einen Neuanfang wagen.

Es fehlt uns an Bereitschaft, anderen zu vergeben und uns mit ihnen auszusöhnen.

Dir bekennen wir unsere Schuld.

Ist das euer Bekenntnis, so antwortet: Ja.

kurze Pause

Gemeinsam bitten wir: Herr, erbarme dich unser.

Herr, erbarme dich unser.

Gib uns ein neues Herz und einen neuen Geist,

damit wir suchen, was dem Frieden dient und was versöhnt und eint.

Amen.

Gott ist barmherzig und vergibt euch durch Jesus Christus Sünde und Schuld.

Was gewesen ist, soll euch nicht mehr belasten.

Was kommt, soll euch nicht schrecken.

Gottes Gnade ist eures Lebens Freude und Kraft.

Amen.

Bei der folgenden Ansprache könnt ihr euch jederzeit mit dem Hashtag #twigo einklinken und kommentieren.

Für die Ansprache hören wir aus dem Philipperbrief die Verse direkt vor dem Text, den wir gerade gebetet haben.

Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes,

ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,

so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid,

gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen,

sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,

und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.

Gedanken dazu: Wir sind die Elite, die Eiligen, die, die voranschreiten!

Aber es gibt auch Leute, die da nicht mit können. Die das als die Gemeinschaft der Eiligen empfinden.

Was ist mit denen? Was muten wir denen zu? Zu viel?

Muss es nicht Leute geben, die etwas voranbringen, die Neues ausprobieren, die am Puls der Zeit sind?

Wie seht ihr das? Was ist mit den Offlinern und denen, die nicht im Web 2.0 unterwegs sind?

.... (eventuell Antworten RT)
-> Darauf eingehen. Antworten/Kommentare zusammengefasst twittern.

Wir sind begeistert von der neuen Technik und kennen uns damit aus.

Trotzdem sollten bzw. müssen wir auch die Geduld aufbringen für die, die da nie mitmachen wollen oder können.

Beispiel:Offline-Paten, wie sie in manchen Gemeinden erprobt werden.

Das ist dann eben die „Gemeinschaft der Heiligen“: Das sind wir alle. Nicht nur die Onliner.

Da gehört ein sehr altes Wort dazu: Demut. Jesus hat uns gezeigt, wie das geht:

Nicht im Sinn von Spaßbremse, sondern Rücksichtnahme auf die Schwachen,

Eintreten für die, die da nicht mitkönnen, bei aller Begeisterung.

Auch mal anhalten und schauen, wer da an der Seite steht. Umdrehen und zurückschauen, wer schwitzend hinterherhechelt.

Wo seid ihr zu schnell, zu ungeduldig für andere? Schreibt es uns mit #twigo

... (RT)

Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes,

ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,

so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid,

gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen,

sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,

und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.

Wir laden euch ein, eure Bitten, euren Dank, euer Gebet vor Gott zu bringen.

Was ihr mit #twigo twittert, das werden wir hier laut vorlesen und gemeinsam antworten: Herr erbarme dich.

(Bitten RT)

Gemeinsam beten wir:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

in Ewigkeit.

Amen.

Gemeinsam stellen wir uns unter den Segen Gottes.

Der Herr segne uns und behüte uns.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns seinen Frieden.

Amen.

Gemeinsam singen wir das Lied: Der Müden Kraft http://youtu.be/VzwS_Lw1VFo
 

 

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