Ansprache zur Fahrradsegnung: Auch im finsteren Tal - Gott ist bei mir!

gemeinsam mit Joachim Werb zur Fahrradsegnung anlässlich der Kidical Mass Demo in Schweinfurt

wegen eines technischen Fehlers leider kein Aufnahme

„Jeder Teil dieser Erde“, ja lieber Joachim, also, wenn ich mit dem Fahrrad fahre, dann gibt’s da doch Teile der Erde, die sind mir lieber als andere. Ich hätte da so einige Stellen hier in Schweinfurt, an denen ich echt immer froh bin, wenn ich da heil durch komme.

Ja, das kenne ich auch! (evtl. Beispiel)

Bei mir ist es die Maxbrücke – und dann links Richtung Wehranlagen. Da bin ich jedes Mal froh, wenn ich irgendwie rüberkomme.

Ja, da gibt es schon mache Ecken, die wirklich schwierig und gefährlich sind. Das erinnert mich an den 23. Psalm. Kennst du bestimmt.

Ansprache zu 40 Jahre Tschernobyl: Hoffnung gegen das Seufzen der Natur

Ach, was war das letztes Jahr für ein schöner Anlass! Die erste Andacht hier ohne die Kühltürme im Hintergrund. Kein Atomstrom mehr in Deutschland. Ja, natürlich, der Atommüll ist immer noch da, aber wir schienen in Energiefragen auf einem guten Weg zu sein.

Und heute, ein Jahr später?

Plötzlich mehren sich wieder die Rufe nach einer Rückkehr zur Atomkraft. Plötzlich gibt es Versuche, die Energiewende insgesamt wieder zurückzudrehen oder zumindest kleinzumachen. Kriege um Öl und Gas, fossile Energiepreise in ungeahnten Höhen, die weltweite Temperatur auch – und trotzdem wollen Menschen zurück in die „gute alte Zeit“, in der wir Strom mit Kohle, Gas und Atom erzeugten. Und in Umfragen ist plötzlich wieder eine Mehrheit dafür, zur Atomkraft zurückzukehren –  ich denke, wir sind uns hier einig, dass das kein guter Weg ist.

Wagenkirche: Vorweggenommene Ostern

Lieber Lorenz, das ging ja jetzt schnell! Letzte Woche die erste Tour mit der Wagenkirche in diesem Jahr – und heute sind wir schon wieder da.

Ja, das müssen wir doch ausnutzen! Wetter ist schön, wenn auch ein bisschen kalt – und nächste Woche geht’s schon wieder nicht mehr.

Ach ja, nächste Woche ist ja Karfreitag. Da fahren wir natürlich nicht. Aber für mich ist das alles noch so weit weg.

Ich dachte, der Karfreitag ist der höchste Feiertag bei euch Evangelischen?

Gott ist die Tasse Kaffee im Leben

In einer Woche ist schon Gründonnerstag. Die Zeit rast nur so dahin. Bald ist die Fastenzeit wieder rum.

Ich weiß nicht, ob Sie in diesem Jahr etwas fasten. Süßigkeiten, Chips, Fernsehen, unnötige Autofahrten, es gibt so vieles, wovon man sich mal für eine Weile frei machen kann. Die Aktion „Sieben Wochen ohne“ lädt dieses Jahr ein zu „Sieben Wochen ohne Härte“. Mehr Gefühl. Mehr Verständnis für andere. Eine schöne Idee, finde ich.

Vor vielen Jahren hab ich mal spontan am Aschermittwoch beschlossen: Ich verzichte auf Kaffee.

Uff.

Das war ... nun ja. Irgendwann dann doch erstaunlich einfach. Ich habe in der Tat mehr auf meinen Körper geachtet. Mir mehr Pausen gegönnt und sie nicht einfach mit Koffein übersprungen. Trotzdem: Das würde mir schon echt schwerfallen, das zu wiederholen.

Predigt beim MehrWegGottesdienst: Hast du was an den Ohren?

Schon wieder diese Klangschale. Uff. Vorhin im Anspiel hab ich gesagt, dass mich das eher nervt als beruhigt, und ja, das ist wirklich so.

In der Geschichte von Maria und Martha, die wir am Anfang gehört haben, bin ich wohl eher die Martha. Die, die gleich in Aktion verfällt.

Das hier ist noch zu erledigen.
Und jenes. 
Und alles ganz dringend, und wir haben ja Gäste, da muss alles perfekt sein!

Wagenkirche: Glücklichsein

Lieber Lorenz, ich freu mich so, dass wir endlich wieder mit der Wagenkirche unterwegs sind!

Ja, und das bei so schönem Frühlingswetter heute, am Frühlingsanfang!

Aber so richtig glücklich sind die Deutschen insgesamt ja leider nicht. Gestern zum Weltglückstag kam wieder der World Happiness report der Vereinten Nationen raus, der untersucht, welche Länder wie glücklich sind. Was schätzt du, wo Deutschland gelandet ist unter den 147 gelisteten Ländern?

Na ja, vielleicht nicht ganz unten ...

Wir sind sogar aufgestiegen von 22 auf 17.

Predigt: „Ein Leben lang bereit sein, Chancen zu ergreifen“

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrkräfte, liebe Eltern, alle, die heute hier sind!

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben’s geschafft! Heute gehen Sie hier raus und dann – nie wieder Schule!

Ja, haha. Natürlich irgendwie schon. Aber Sie haben’s ja schon in Ihrem Motto stehen, das Sie für den heutigen Tag gewählt haben. Stehenbleiben ist nicht. Jedenfalls nicht lang. Und gerade in der Landwirtschaft kann man vieles nicht so einfach liegenlassen. Da muss man sowieso immer schauen: Was ist gerade dran? Was ist nötig? Und oft genug sicher auch: Was kann ich gerade mal liegenlassen?

Dass die nächsten Jahre und Jahrzehnte für landwirtschaftliche Betriebe herausfordernd sein werden, brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Das wissen Sie besser als ich. Und trotzdem haben Sie sich dafür entschieden, diesen Beruf zu ergreifen. Wirklich, Respekt für diesen Mut!

Wort in den Tag: „soweit an euch liegt“

So, am Sonntag ist’s vorbei mit dem Wahlkampf. Falls nicht noch Stichwahlen anstehen, aber ok.

Die ganze Woche hab ich über Miteinander, Gemeinschaft, Rücksichtnahme gesprochen. Aber eines ist mir noch wichtig: Menschen mit Liebe zu begegnen heißt nicht automatisch, jede Meinung auch einfach hinzunehmen. Manchmal muss man um der guten Sache willen auch streiten. Sogar heftig. Das ist auch Demokratie.

Wer andere verächtlich macht, wer abschätzig von anderen redet, wer andere ausgrenzt: Der oder die überschreitet aus christlicher Sicht eine rote Linie.

Paulus schreibt einmal: „Soweit an euch liegt, haltet mit allen Menschen Frieden.“ Aber eben: Manchmal liegt’s nicht an mir. Manchmal ist der Streit und das klare Wort auch nötig.

Ich wünsch euch, dass ihr die richtige Balance findet zwischen gegenseitigem Respekt und harter sachlicher Auseinandersetzung. Und: Ich wünsch euch eine gute, weise und menschenfreundliche Wahl.

Wort in den Tag: Gemeinsam

Oh Mann. Bin ich froh, wenn die Wahlen rum sind. Das ist echt anstrengend und nicht nur auf Social Media wird’s manchmal sogar beleidigend.

Echt, wollen wir in so einer Gesellschaft leben, in der wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen?

In meinem Heimatort hab ich was anderes erlebt. Da hat die eine Partei der anderen schon mal den Bauzaun fürs Banner aufgestellt, dafür wurde ihnen dann woanders geholfen. Die Kandidierenden besuchen sich gegenseitig auf Veranstaltungen. Und wenn Plakate beschädigt sind, richten sie nicht nur die der eigenen Partei wieder her.

Gemeinsam geht’s halt besser. Was nicht heißt, dass man manchmal nicht auch hart um eine Sache streiten muss. Hat Jesus auch gemacht.

Ich wünsch euch eine gute Wahl. Und dann, im Gemeinde- oder Stadrat: Menschen, die so gemeinsam für ihren Ort da sind.