Wort in der Mitte: Leben im Nebel

Verfasst von Heiko Kuschel am 18. Januar 2016 - 18:23
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"Wort in der Mitte" bei der Vesperkirche Schweinfurt am 18.1.2016

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

als ich heute morgen in Gochsheim vor die Tür trat, war ich ein bisschen überrascht. Es war nämlich nicht nur eisig kalt, sondern auch noch neblig. Zusammen mit dem bisschen Schnee sah das richtig schön aus, aber einen weiten Blick hatte ich nicht wirklich. Dazu die vereisten Wege. Alles nicht so schlimm, aber doch genug Hindernis, um langsamer laufen zu müssen als sonst. Gut, dass auch der Bus ein bisschen später kam, dem Busfahrer ging's ja auch nicht anders als mir.

Wintermorgen im Nebel

Ein von Heiko Kuschel (@kuschelkirche) gepostetes Foto am

Vielleicht kennen Sie solche Momente auch aus Ihrem eigenen Leben. Nein, ich meine jetzt nicht, dass Sie vor der Tür ausgerutscht sind oder sich im Nebel verlaufen haben. Ich meine es im übertragenen Sinn. Manchmal stehen wir da wie im Nebel, sehen das Ziel für unser Leben nicht. Manchmal scheint der Boden unter unseren Füßen ziemlich wackelig zu sein und glatt. Vielleicht sieht nach außen alles sogar noch richtig schön aus, aber innen drin nagen Zweifel und Unsicherheit. Vielleicht sind Sie krank. Vielleicht reicht das Geld hinten und vorne nicht. Vielleicht bröckelt die Beziehung zum Partner, zur Partnerin. Oder noch viel schlimmere Dinge, ich glaube, Sie wissen, was ich meine. Ein Leben auf glattem, unsicheren Untergrund, im Nebel, das Ziel nicht in Sicht.

An einem nebligen, kalten und glatten Wintermorgen wie heute ist eines klar: Es gibt die Sonne, auch wenn ich sie gerade nicht sehe. Irgendwann wird sie wieder hervorkommen. Irgendwann wird der Nebel verschwinden, das Eis wegtauen, der Boden unter meinen Füßen wieder fest und sicher sein.

Für unser Leben verspricht uns Gott genau das. Im Psalm 119 heißt es:

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Ps 119,105)

Wenn wir im Leben nicht mehr weiterwissen und das Ziel nicht sehen, wenn wir das Gefühl haben, zu rutschen und zu fallen, sagt Gott: Ich bin da. Ich halte dich. Mein Wort ist ein Licht, das dich begleitet. Ein Licht wie die Sonne, das irgendwann das Eis wegtaut und den Nebel vertreibt.

Ich wünsche Ihnen für heute einen klaren Blick auf die Ziele in Ihrem Leben. Und einen festen Boden unter den Füßen.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Amen.

 

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