Wort in den Tag: „soweit an euch liegt“

So, am Sonntag ist’s vorbei mit dem Wahlkampf. Falls nicht noch Stichwahlen anstehen, aber ok.

Die ganze Woche hab ich über Miteinander, Gemeinschaft, Rücksichtnahme gesprochen. Aber eines ist mir noch wichtig: Menschen mit Liebe zu begegnen heißt nicht automatisch, jede Meinung auch einfach hinzunehmen. Manchmal muss man um der guten Sache willen auch streiten. Sogar heftig. Das ist auch Demokratie.

Wer andere verächtlich macht, wer abschätzig von anderen redet, wer andere ausgrenzt: Der oder die überschreitet aus christlicher Sicht eine rote Linie.

Paulus schreibt einmal: „Soweit an euch liegt, haltet mit allen Menschen Frieden.“ Aber eben: Manchmal liegt’s nicht an mir. Manchmal ist der Streit und das klare Wort auch nötig.

Ich wünsch euch, dass ihr die richtige Balance findet zwischen gegenseitigem Respekt und harter sachlicher Auseinandersetzung. Und: Ich wünsch euch eine gute, weise und menschenfreundliche Wahl.

Predigt an Nachkirchweih: „Wer tut, was Gott will, der gehört zu meiner Familie“

Liebe Planpaare, liebe Gemeinde,

was für eine Geschichte!

„Jesus, deine Familie ist da!“

„Ach was, die hier um mich rum, das ist meine Familie!“

Ziemlich krass, finde ich.

Und gleichzeitig erleben wir bei unserer Kirchweih ja genau das Gegenteil:

Was wärt ihr, die Planpaare, in diesen Wochen ohne eure Familien?

Viele packen mit an, springen ein, wenn jemand ausfällt,
halten euch den Rücken frei.
Und wo es in einer Familie schwierig ist, da sind andere da,
Freunde, Nachbarn, viele weitere.


 

Und damit sind wir dann schon mitten im Evangelium.
Denn genau darum geht es Jesus.
Er weitet den Blick: Familie – das sind nicht nur die Blutsverwandten.
Familie – das sind alle, die Gottes Willen tun, sagt Jesus.

Wagenkirche: 99. Respekt Respekt!

He, Heiko, weißt du eigentlich, dass ich im August mit meiner Kollegin den 100. Geburtstag gefeiert habe?

Wie? Was? Bist du schon Hundert geworden?

Ach, hör doch einfach mal zu: Meine Kollegin und ICH haben insgesamt 100 Jahre auf dem Buckel. 

Ach so, na dann. Respekt! Respekt! Aber ich sag dir auch mal was: wir sind jetzt mit unserer Wagenkirche auch schon bei 98 angelangt.