Predigt beim Motorradgottesdienst: Rückenwind

Ich muss euch was gestehen.

Ich feiere jetzt schon seit 21 Jahren mit Unterbrechungen Motorradgottesdienste – früher in Gochsheim, jetzt seit ein paar Jahren in Schweinfurt – und finde das total schön mit euch – aber ich kann gar nicht Motorrad fahren. Und war in meinem ganzen Leben nur einmal bei jemandem hinten drauf. Und der war so dick, dass ich mich gar nicht richtig festhalten konnte, nee, das war nix für mich.

Hierher bin ich heute mit dem Fahrrad gekommen. OK, E-Bike, also im wahrsten Wortsinn ein Motor-Rad. Bin mir trotzdem nicht so ganz sicher, ob das hier zählt. Aber vieles von dem, was euch so beschäftigt, kenn ich auch als Radfahrer. Mein Handgelenk tut immer noch ein bisschen weh von dem Sturz im Januar, als mir ein Transporter die Vorfahrt genommen hat. Hätte viel schlimmer ausgehen können. So was kennen viele von euch bestimmt auch.

Und gerade beim Fahrrad ist das natürlich ganz ganz wichtig: Rückenwind!

Wort in den Tag: Gott sieht mich

Liebe Hörerinnen und Hörer!

So, heute geht’s irgendwie richtig los mit dem neuen Jahr. Schule hat wieder angefangen, die Zeit zwischen den Jahren ist rum. Ob es wohl dieses Jahr endlich mal wieder besser wird? Krisen, Krieg und Katastrophen hatten wir jetzt echt mal genug.

Wie geht’s Ihnen heute, wenn Sie auf das noch ziemlich frische Jahr schauen? Eher hoffnungsvoll? Eher voller Sorgen?

„Du bist ein Gott, der mich sieht“, lautet die Jahreslosung für dieses noch junge Jahr. Also so was wie eine biblische Überschrift über das Jahr.

Urlaubspredigt: Vergnügt, erlöst, befreit

„Glaubst du, das Leben verstanden zu haben?“

Mit dieser Frage beginnt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner ihr Buch „Raus aus der ewigen Dauerkrise“. Ich bin noch nicht ganz fertig mit Lesen, aber es passt einfach so vieles von dem, was sie schreibt, zu unserem heutigen Thema, dass ich es nicht ignorieren konnte. Maren Urner ist erklärte Atheistin, aber die Fragen, die sie stellt, beschäftigen uns auch im Glauben.

Unter anderem eben diese: Glaubst du, das Leben verstanden zu haben?

Maren Urner sagt: Die meisten von uns wissen gar nicht wirklich, was gut für sie ist. Und noch schlimmer: Wir wissen nicht mal, dass wir es nicht wissen. Wir jagen dem Glück nach, ohne jemals überhaupt darüber nachzudenken, was Glück eigentlich ist.

Wort in den Tag: Am Ende wird alles gut

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

Dieser Satz geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Im Moment ist ja irgendwie praktisch gar nichts gut. Und es sieht auch nicht danach aus, als würde es beispielsweise bei der Klimakatastrophe irgendwann wieder „gut“ werden können. Am Ende wird alles gut? Na ja.

Predigt: Der Geist kommt.

Manchmal kann das Leben ganz schön ermüdend sein. Eine Sorge türmt sich auf die andere. Die großen Weltkrisen werden ja schon fast zu so einer Art Grundrauschen: Klimakrise. Krieg in der Ukraine und anderswo. Corona. Artensterben. Und so vieles mehr. Und als würde das alles nicht schon reichen, kommen dann noch die eigenen Dinge dazu.

Eine schwere Krankheit in der Familie. Finanzielle Probleme. Streit. Trennung. Die Sorge um Freunde oder Familienmitglieder, die ihren eigenen Weg gehen, der vielleicht nicht der beste zu sein scheint. Und dann geht noch irgendwas kaputt. Und die Steuererklärung wartet und dieses und jenes. Und und und.

Ach, manchmal kann das Leben ganz schön ermüdend sein.

Veränderungen

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Mal ganz ehrlich und ganz, ohne das irgendwie werten zu wollen: Vor einem Jahr konnten wir uns wirklich vieles vorstellen für den Ausgang der Bundestagswahl. Aber eine Ampel und einen Kanzler Olaf Scholz – das hatte ich jedenfalls nicht auf dem Schirm.

Ein Jahr ist lang. Ein Jahr kann vieles verändern. Zum Guten, aber auch zum Schlechten. Und meistens ist es irgendwo mittendrin. Und sehr oft fürchten wir uns vor Veränderungen, weil sie halt auch zum Schlechteren sein könnten.

Ansprache bei der MehrWegGottesdienst-Zoomandacht: (Zuh)aushalten
Heiko Kuschel 24. März 2021 - 17:05

Ansprache beim MehrWegGottesdienst am 21.3.2021 „(Zuh-)aushalten“

Ehrlich, irgendwann im Februar dachte ich, na ja, bis wir unsere Zoom-Andacht feiern, ist das ganze Thema Lockdown wahrscheinlich rum und wir stehen blöd da mit diesem Thema „Zuhaushalten“.

Wäre mir, ehrlich gesagt, lieber gewesen.

Fürchtet euch nicht!

"Wort in den Tag" bei Radio Primaton

Liebe Hörerinnen und Hörer,

Stille Nacht. Selten hat das Lied so gepasst wie in diesem Jahr. Die Straßen leer und verlassen, die Weihnachtsfeiern klein, viele Menschen einsam zu Hause. Wie wird das alles noch werden? Wie lange werden wir noch diesen Lockdown ertragen, mit-tragen müssen?

Wagenkirche: Hoffnung für alle!

Also ganz ehrlich, langsam hängt mir diese Corona-Sache zum Hals raus. Jeden Tag Hausaufgaben machen mit der Kleinen. So viele Dinge fallen aus. Und die finanziellen Sorgen von so vielen werden immer größer. Obwohl es natürlich klar ist, dass wir Rücksicht nehmen müssen und die Gesundheit und das Leben der Menschen erst mal vorgeht.

Schon blöd, dass wir am Sonntag beim MehrWegGottesdienst das Thema haben: „Hoffnung für alle“. Ich glaube, es gibt gerade ziemlich viele Menschen, die nicht so sehr viel Hoffnung haben für ihre Zukunft.

Wort in den Tag: beharrlich im Gebet

Für die Corona-Krise hatten wir Pfarrerinnen und Pfarrer im Dekanat Schweinfurt uns etwas überlegt. Jeden Mittag gibt‘s auf schweinfurt-evangelisch.de eine Mittagsandacht. Auch telefonisch unter Schweinfurt 3701193. Na ja, hatte ich gedacht, ein paar werden das schon anhören und unsere Online-Gottesdienste ansehen und so. Aber der Ansturm ist richtig groß. Jeden Tag rufen 50, 60 Menschen die Telefonnummer an und noch viel mehr kommen auf die Homepage.