Wagenkirche: Refallerhalloweenationswochenende

Lieber Lorenz, na, hast du schon Kürbisse ausgehöhlt für Halloween heute abend?

Ähm ... ich dachte, du bist evangelisch und feierst heute Reformationstag?

Natürlich! Aber ich finde, das passt doch beides ganz hervorragend zusammen.

Da bin ich jetzt aber gespannt.

Predigt im Urlaubergottesdienst: Haltepunkt Leben - Fröhlich gehe ich

Haltepunkt Leben. Wer letzte Woche schon da war oder am Dienstag am Strand, kennt das Schild ja schon. Ich finde diesen Linienplan des Lebens wirklich faszinierend. Letzte Woche haben wir uns Gedanken darüber gemacht: Wo stehe ich eigentlich? Heute, eine Woche später, frage ich mal anders: Wo willst du eigentlich hin?

So viele Ziele gibt es hier zur Auswahl. Mut. Vertrauen. Liebe. Nähe. Na ja, zur Unzufriedenheit oder zu den Zweifeln will vermutlich niemand freiwillig, aber auch diese Stationen gehören nun mal zum Leben dazu. Es wäre nur wichtig, da nicht dauerhaft zu verweilen.

Jetzt ist Urlaubszeit. Wir sind hier, um mal ein bisschen auszuspannen, Ruhe zu finden, zu uns selbst zu finden. Halt zu finden im Leben.

Die Kühltürme sind weg - das Senfkorn ist noch da

Diese Andacht heute ist anders als alle vorher. Denn: Letztes Jahr standen hier drüben noch die Kühltürme, sichtbarstes Zeichen für das, was hier bis vor einigen Jahren passiert ist. Und gleichzeitig eine Erinnerung daran, dass hier Atommüll gelagert wird, der unsere Nachfahren noch in Hunderten von Generationen beschäftigen wird, wenn es sie denn geben sollte.

Die Türme sind weg. Endlich. Ein Zeichen: Dinge können sich verändern. 

Wagenkirche: Schokoladenpower für den Weltfrieden

Herzlich willkommen zur Wagenkirche!

Ganz schön kalt heute hier.

Ja, natürlich! Es wird ja Winter. Und bald ist wieder Weihnachten! Und, hast du schon Lebkuchen und solche Sachen gegessen?

Irgendwie – in diesem Jahr gibt es so viele Sorgen und Krisen. Klimawandel, Politik, Kriege, die Wirtschaft und Arbeitsplätze und so weiter. Mein Schokoladenverbrauch ist deutlich in die Höhe gegangen.

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Haltepunkt Leben

Haltepunkt Leben. 
Hier sitze ich. 
Kurz durchschnaufen. 
Gleich geht’s wieder weiter. 
Gleich kommt der Anschlusszug. 
Wo will ich hin? 
Bestimme ich selbst die Richtung? 
Oder lasse ich mich treiben von einer Station zur anderen? 
Wo bin ich hier eigentlich? 
Welche Lebenslinien laufen hier zusammen? 
In welche Richtungen geht’s von hier aus? 
Wo siehst du dich selbst auf dem Plan? 
Oder bist du völlig planlos?

Weiß Gott die Zukunft?

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Die Zeit ist schon eine komische Sache. Wegen Urlaubs nehme ich das hier schon am 1. August auf. Was danach kommt? Keine Ahnung. Sie dagegen wissen, was in den gut drei Wochen seither passiert ist.

Wir gehen durch die Zeit und verwandeln sozusagen Zukunft in Vergangenheit. Niemand kann genau sagen, was vor uns liegt. Nur einer hat den Gesamtüberblick: Gott.

Zeitreisen müsste man können

Liebe zukünftige Hörerinnen und Hörer!

Ja genau, wegen der Urlaubszeit nehme ich das hier schon am 1. August auf. Für mich sind Sie also ziemlich weit in der Zukunft. Na ja, ok, drei Wochen ist jetzt auch nicht die Welt.

In der Zeit reisen müsste man können. Dann wüsste ich schon, was Sie heute beschäftigt. Oder ich könnte mal zurück, Menschen besuchen, die schon gestorben sind. Oder Dinge ändern, die ich gerne anders gemacht hätte in meinem Leben. Oder wie Indiana Jones im neuen Film ganz weit zurückreisen und geschichtliche Ereignisse selbst erleben.

Niemand wird vergessen

Grüße aus der Vergangenheit, liebe Hörerinnen und Hörer!

Wegen der Urlaubszeit habe ich das hier schon am 1. August aufgenommen. Also, eigentlich kann es bei Ihnen nur besser sein. Es ist gerade trüb, kalt, hat die ganze Nacht und den Vormittag geregnet. Ich hoffe, Sie und ich hatten in den drei Wochen seit der Aufnahme besseres Wetter.

Zeit. Das hat mich schon immer fasziniert. Was für Sie selbstverständlich ist, das weiß ich, drei Wochen vorher, noch überhaupt nicht. Manchmal finden wir auch Dinge von Menschen, die lange vor uns gelebt haben. Im Eingangsbereich von St. Johannis Schweinfurt beispielsweise. Da war an der Decke mal ein Wappen, doch es wurde herausgemeißelt. Warum? Wer war da beteiligt?

Schreiten durch die Zeit

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Irgendwie fühlt es sich seltsam an, diesen Text vor meinem Urlaub aufzunehmen. „Heute“ ist für mich der 1. August, für Sie der 21. Wenn Sie das hier hören, bin ich schon wieder zurück. Hoffe ich jedenfalls. Kann ja alles mögliche passiert sein in der Zwischenzeit, bei mir, bei Ihnen. Ein schweres Unwetter, ein Anschlag, vielleicht auch was total Schönes, wovon ich noch nichts weiß, worüber Sie aber gerade alle aufgeregt debattieren – und ich sitze hier am 1. August und rede ahnungslos fröhlich vor mich hin.

Wagenkirche am 30.6.2023: Sommer - Leichtigkeit - Sorglosigkeit

Hallo Heiko, schön, dass wir wieder mit der Wagenkirche unterwegs sein können. Stimmt das, dass wir heute wirklich das 150ste Mal die Wagenkirche zusammengebaut und hier in die Stadt gezogen haben?

Ja, kaum zu glauben! Du bist jetzt schon der dritte katholische Partner nach Günter Schmitt und Ulli Göbel, mit denen ich seit 12 (?) Jahren immer mal wieder freitags die Wagenkirche durch die Stadt ziehe …