Predigt zur Sennfelder Kirm: Liebe ist ... keine Kirchweih zu feiern

Eigentlich wollte ich Sie heute gleich am Anfang der Predigt ein bisschen ärgern. Ja, wirklich. Ich hatte mich schon so darauf gefreut. Wenn man schon mal als Gochsumer zur Sennfelder Kirm predigen darf. Ich hatte geplant, ein großes Lebkuchenherz mitzubringen mit der Aufschrift: „I love Gochsumer Kärm“. Tja, das kommt davon, wenn man einen Pfarrer aus Gochsheim am Kirchweihsonntag zum Gottesdienst einlädt. Dann bringt der so komische Sachen mit. 

Leider – oder zum Glück? Existiert das Lebkuchenherz gar nicht mehr. Ich hatte nur noch das hier im Angebot: Liebe ist … gerne zu kuscheln. OK, wenn man Kuschel heißt, ist das natürlich besonders lustig. 

Tja, das andere Lebkuchenherz kann ich ja leider dieses Jahr nicht nachkaufen. Denn der ganze Kirchweihbetrieb fällt aus.

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche: Für Leib und Seele!
Heiko Kuschel 26. Januar 2020 - 17:35
Liebe Gäste und liebe Gastgeberinnen und Gastgeber der Vesperkirche, heute ist wirklich ein ganz besonderer Tag. Die Vesperkirche ist wieder da, und ganz viele haben daran mitgearbeitet, dafür gespendet oder einfach nur nachgefragt, wann sie denn wieder stattfindet. „Miteinander für Leib und Seele“ ist das Motto der Vesperkirche, und das spürt man an jeder Ecke und in jeder Minute. Hier gehören Leib und Seele zusammen. So, finde ich, muss Kirche sein, muss unser Glaube sein. So erlebe ich unsere Kirche ja in vielen Zusammenhängen. Wir setzen uns ein für die Menschen. Für die, die auf der Flucht sind oder bei uns Schutz suchen. Für die, die hier bei uns in Armut leben. Für Alte, Kranke, für Obdachlose. Für Gerechtigkeit in der Welt. Und auch für den Erhalt unserer Umwelt, nicht erst seit Fridays for Future.