Den Schlüssel ablegen: Meditation im Motorradgottesdienst

Der Sommer ist vorbei.
Die Saison ist zu Ende.
So vieles ist geschehen.
Der Winter naht, das Wetter ist entsprechend.

Hast du deinen Motorradschlüssel dabei?
Dann nimm ihn jetzt in die Hand.
Wenn nicht, nimm einen anderen Schlüssel.
Vom Auto, vom Fahrrad, vom Haus, egal.

Betrachte diesen Schlüssel.
So viele Dinge hat er aufgeschlossen.
Schöne Dinge.
Touren, an die du dich gerne erinnerst.
Momente des Glücks.
Augenblicke des Staunens.
Vielleicht war auch weniger schönes dabei, das heute noch schmerzt.

Abseits der Wege

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Bald ist wieder Urlaubszeit. Was freuen wir uns schon auf die Staus auf der Autobahn, na klar! Vor Jahren sind wir mal auf dem Weg nach Italien einfach dem Vorschlag von Google Maps gefolgt, statt um Villach herum einmal quer durch die Berge zu fahren. Kleine, abenteuerliche Sträßchen. Viel zu sehen. Und an der Kreutzner Landstraße kurz vor einem nie zuvor gehörten Ort namens Matschiedl: Ein Parkplatz mit einem richtig schönen kleinen Marterl, Picknickgelegenheit, Kuhglockengeläut und Aussicht ins Tal. So wunderschön, dass wir da nun jedes Mal rasten, wenn wir Richtung Italien fahren oder wieder heim. Die Kinder bestehen drauf.

Wort in den Tag: Kühle für Leib und Seele

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Wie warm ist es grade bei Ihnen? Vor einigen Wochen war’s ja unerträglich heiß, im Augenblick hält sich’s in Grenzen, aber natürlich: Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Oder vielleicht fahren Sie ja auch in die Hitze. In den Urlaub, irgendwo im Süden.

Von da, aus Italien, meldete sich letzte Woche Karl Lauterbach mit einem schönen Vorschlag, finde ich: Gehen Sie doch mal in die Kirche! Gerade die alten Gemäuer sind oft richtig schön kühl. Und offen sind sie auch meistens, jedenfalls in der Stadt.

Wagenkirche: Schieb doch mal ne (Halbzeit-)pause ein


Ulli pfeift mit der Trillerpfeife 

    He, Ulli, was machst du da? Willst du uns hier verpfeifen?

Ne, Heiko, das war der berühmte Halbzeitpfiff. Wir machen Pause hier. 

    Wie, was Pause? Wir sind doch im Dienst und fahren die Wagenkirche     richtig offiziell durch die Stadt. Wir haben sogar den kirchlichen Auftrag     dazu bekommen. Pause mach ich erst später.

Ach komm, Heiko. Wir lassen es uns doch auch gut gehen. Wenn unser Gespräch hier fertig ist, genehmigen wir uns doch immer die berühmte Bratwurst. 

Wort in den Tag: Neujahr

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben‘s überstanden. Möglicherweise sind Sie noch ein wenig verkatert von der Feier der letzten Nacht. Vielleicht ist für Sie heute aber auch ein ganz normaler Tag. Weil Sie sich nichts aus dem Silvestergeknalle machen. Oder weil Sie heute arbeiten müssen. Pflegeberufe, Notdienste, Polizei und Feuerwehr, natürlich auch die Leute hier bei Radio Primaton. Danke Ihnen allen für Ihren Dienst.

Predigt: Beten und zur Ruhe kommen

Liebe Gemeinde!

Diese Predigt habe ich zu einem großen Teil im Zug geschrieben. Auf dem Weg von Linz nach Hause. In Linz hatten sich knapp 100 Menschen aus den unterschiedlichsten Citykirchenprojekten getroffen, um sich drei Tage lang auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. „Kirche in der City – zwischen Stahl und Elektronik“ war der Titel dieser Tagung. Wir haben die Voestalpine kennengelernt, ein großes Stahlwerk, und die pastorale Arbeit im Treffpunkt mensch und arbeit auf dem Firmengelände. Wir waren im ars electronica center und haben gefragt: Wie wird sich unser Leben und auch die kirchliche Arbeit durch die Digitalisierung verändern? Ich glaube, da kommt noch einiges auf uns zu, und selbst ich, der ich ja doch sehr technikinteressiert bin, bin bei manchen Entwicklungen skeptisch, ob das für uns Menschen so gut ist.

Wagenkirche: Gott ist nahe allen, die ihn anrufen

Wir begrüßen Sie ganz herzlich zu unserer Wagenkirche! 

(Heikos Handy klingelt) Kuschel? Ja, hallo, Frau Müller! Kann ich Sie nachher zurückrufen? Ja, bis gleich! - So, Entschuldige bitte, Ulli!

Sag mal, das hast du doch sonst nie, dass du hier ans Handy gehst.

Ja, ist alles grade ein bisschen kompliziert. Mein Büro ist umgezogen, aber der Telefonanschluss braucht noch ein bisschen. Und jetzt läuft alles über mein Handy mit Rufumleitung. Dann kommen die Anrufe halt auch mal im ungünstigen Moment.

Wagenkirche: Mach mal Pause!

So, endlich ist die Wagenkirche mal wieder unterwegs! Ach, das hat mir schon richtig gefehlt. Einmal in der Woche die Kirche Gassi führen, raus an die frische Luft, mit den Leuten ins Gespräch kommen.

Ja, ich hab mich auch schon sehr darauf gefreut! Aber sag mal, Heiko, ich war ja nicht von Anfang an dabei. Warum machen wir überhaupt Winterpause? Kannst du mir das mal erklären?