Wort in der Mitte: Unterbrechung!
Heiko Kuschel 24. Januar 2019 - 13:00

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt am 24.1.2019

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

„ach, jetzt waren wir grad so schön in der Unterhaltung, und auf einmal redet der da oben von der Kanzel!“ - vielleicht haben Sie das oder was ähnliches gerade gedacht, kann sein und ist auch völlig in Ordnung.

Wort in der Mitte: Vergnügt, erlöst, befreit

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

Vorgestern hatte ich eine für einen Pfarrer wohl eher ungewöhnliche Kopfbedeckung auf. Da saß ich nämlich in Gochsheim im Elferrat auf der Bühne bei der Faschingssitzung.

Predigt: Martha spielt Techno

Liebe Gemeinde! Als ich zum ersten Mal nachsah, welcher Predigttext für heute dran ist, war meine erste Reaktion: „Oh nee!, Schon wieder Maria und Martha!“ Was soll ich Ihnen denn noch Neues über diese Geschichte erzählen? Kennen sie doch schon alles. Martha, die alles tut, um ihren Gast zufriedenzustellen. Und Maria, die einfach nur da sitzt und Jesus zuhört. Was soll ich da schon noch Neues dazu sagen. Und dann widmete ich mich erst mal wieder den Dingen, die man als Citykirchenpfarrer halt so macht. Ein Plakat gestalten für den ersten ökumenischen Motorradgottesdienst in St. Johannis. Den nächsten MehrWegGottesdienst vorbereiten und die Nacht der Offenen Kirchen im Oktober. Termine planen für 2018, kein Witz. Lauter wichtige Sachen.

Wort in der Mitte am 7.2.2017: Geduld mit Gott

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ So hat Oscar Wilde einmal geschrieben.

Ich möchte Ihnen heute wirklich nicht das Essen verderben. Aber: Nach „am Ende wird alles gut“ sieht es derzeit ja wirklich nicht aus. Und ganz egal, ob Sie jetzt gerade an die große Weltpolitik denken oder vielleicht an eine schwere Krankheit in der Familie oder etwas ganz anderes: Manchmal ist es wirklich schwer, die Zuversicht hochzuhalten, dass alles gut wird.

Wort in der Mitte: W@nder!

Liebe Gäste hier in unserer Vesperkirche!

In ein paar Wochen fahre ich bis nach Hannover zu einer Tagung, die nennt sich „W@nder“, eine Mischung aus „Wanderer“ und „Wunder“. Und es ist wirklich ein kleines Wunder: Sie war nämlich schon vor einem halben Jahr in kürzester Zeit ausgebucht, obwohl damals noch gar nicht klar war, was da überhaupt läuft. Aber die Beschreibung hat viele fasziniert. Vielleicht geht es Ihnen auch so?

Es ist laut Ausschreibung eine Konferenz

Wort in der Mitte: Bloß keine Work-Life-Balance!

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt am 31.1.2016

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

„Work-Life-Balance“, das ist so ein Modewort der letzten Jahrzehnte. Work-Life Balance, also das Gleichgewicht zwischen Leben und Arbeit. Das soll man angeblich herstellen, um sich richtig wohl zu fühlen. Diese Woche hat das wieder irgend jemand zu mir gesagt, und ich habe mich wie immer geärgert.

Denn dieses so tolle Schlagwort stellt einen Gegensatz her, den es doch gar nicht gibt, nämlich zwischen Leben auf der einen Seite und Arbeiten auf der anderen. Leben wir etwa nicht, wenn wir arbeiten? Lebe ich jetzt gerade nicht, weil Ansprachen zu meiner Arbeit als Pfarrer gehören? Und sind dann auf der anderen Seite Arbeitslose etwa besonders lebendig, weil sie ja nicht von diesem lästigen Phänomen namens Arbeit behelligt werden? Nein, das wissen Sie selber, so ist es nicht.

Wort in der Mitte: Leben im Nebel

"Wort in der Mitte" bei der Vesperkirche Schweinfurt am 18.1.2016

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

als ich heute morgen in Gochsheim vor die Tür trat, war ich ein bisschen überrascht. Es war nämlich nicht nur eisig kalt, sondern auch noch neblig. Zusammen mit dem bisschen Schnee sah das richtig schön aus, aber einen weiten Blick hatte ich nicht wirklich. Dazu die vereisten Wege. Alles nicht so schlimm, aber doch genug Hindernis, um langsamer laufen zu müssen als sonst. Gut, dass auch der Bus ein bisschen später kam, dem Busfahrer ging's ja auch nicht anders als mir.

Wintermorgen im Nebel

Ein von Heiko Kuschel (@kuschelkirche) gepostetes Foto am

Kirchgeld 2015: Für Leib und Seele

Liebe Gemeindeglieder!

Titelbild des Kirchgeldbriefes - klick für PDF„Miteinander für Leib und Seele“. Unter diesem Motto haben wir im Januar/Februar 2015 drei Wochen lang alle eingeladen, in der St. Johanniskirche gemeinsam zu essen. Junge und Alte, Arme und Reiche, Menschen, die der Kirche nahe stehen und solche, die seit Jahren keine betreten hatten. Zu einem Preis, den sich jeder leisten konnte, wurde die Kirche zu einem Gasthaus, aber auch zu einer Stätte der Begegnung.

So wollen wir als Kirche sein, nicht nur in der Zeit dieser Vesperkirche. Für den Leib und die Seele wollen wir da sein. Heilung und Heimat bieten. Für Menschen in Not. Für Menschen auf der Suche. Für alle. Und natürlich: Für Sie.

Wort in der Mitte zur Vesperkirche: Licht der Welt

Liebe Gäste hier in unserer Vesperkirche!

Wie sich das für eine Kirche gehört: Überall stehen Kerzen. Auf dem Altar. Auf den Tischen, an denen Sie essen. Zu einem festlich gedeckten Tisch gehören Kerzen genauso dazu wie zu einem Gottesdienst. Und hier haben wir sozusagen beides auf einmal.

So eine kleine Kerze kann ja wirklich viel. Jetzt haben wir Mittag. Aber stellen Sie sich mal vor, es wäre dunkel draußen. Und nur die eine Kerze, die Sie gerade vor sich haben, würde brennen. Sicher könnten Sie nicht mehr alles hier in der Kirche erkennen. Aber für die Umrisse würde es reichen. Und ganz sicher würde es reichen, um das Gesicht Ihres Nachbarn, Ihrer Nachbarin zu erkennen.

Wort in den Tag: Vesperkirche: göttlicher Geruch

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Wie riecht eine Kirche? Katholische nach Weihrauch vielleicht. Ansonsten ein bisschen muffig, nach Kerzen, nach Büchern, nach kaltem Stein, wie auch immer. Kann sein.

Die Johanniskirche Schweinfurt riecht im Augenblick anders. Viel leckerer. Nach Braten und Nudeln, nach Auflauf und Gemüse. Und hinterher nach Kaffee und Kuchen. Drei Wochen lang lädt die Vesperkirche ein zum Mittagessen, zu einem Preis, den sich wirklich jeder leisten kann.

Gemeinsam essen, gemeinsam trinken, gemeinsam feiern. Das ist Kirche. Das ist vor Gott ein lieblicher Geruch. So soll Kirche öfter sein, einladend, fröhlich. Oder mit einem Wort, das heute nicht mehr so gebräuchlich ist wie in meiner Jugend: Dufte.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Duft Gottes in Ihrem Leben spüren. Heute. Schnuppern Sie mal. Wonach riecht er für Sie?

Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt.