Wagenkirche: Was nährt uns eigentlich?
Ullrich Göbel 10. Juli 2020 - 13:58

Sag mal Heiko, hast du heute schon was gegessen?

    Ich, ja klar, ich habe schon gefrühstückt: Kaffee, ...   und nachher     holen wir uns wieder wie gewohnt die Bratwurst da hinten vom     Stand, denn langsam habe ich wieder Hunger ...  Aber warum     fragst du?

Na ja, du weißt doch - und das sagt Jesus schon: "Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein ..." 

Wagenkirche: Nicht alles Wurst!
Heiko Kuschel 26. Juni 2020 - 14:48

So, mal wieder ein wunderschönes Wetter heute zur Wagenkirche. Da hab ich doch gleich richtig Lust zu grillen. Du auch?

Na ja, eigentlich schon. Schmeckt ja auch lecker. Aber im Augenblick vergeht mir der Appetit auf Fleisch irgendwie immer mehr, wenn ich so in die Nachrichten schaue.

Wagenkirche: Achtet aufeinander - gerade in Zeiten von Corona!

Lieber Heiko, na, so wie ich dich kenne, hast du sicher die neue App schon heruntergeladen ....

    Wie, welche meinst du? Ich habe da einige auf meinem     smartphone.

Na, ich meine natürlich die Corona-Warn-App, von der mittlerweile alle sprechen. 

    Na klar, die habe ich heruntergeladen. Sie ist schließlich ein     weiteres Hilfsmittel dahin gehend, die Corona-Ausbreitung     einzudämmen und vor allem Infektionsketten zu unterbrechen. 

Wagenkirche: Feuerzungenglas

Ulli zeigt Heiko ein sog. Feuerzungen-Glas

Schau mal. lieber Heiko, was ich heute mitgebracht habe. 

    Was ist das denn? Sieht ja aus wie ein Papierfeuer ...

Volltreffer, Heiko. Das ist tatsächlich ein "Feuerzungen-Glas". Außenrum ein angedeutetes Feuer aus Transparentpapier und drinnen ein Teelicht.

    Und was soll ich jetzt damit machen? 

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Hoffnung für alle

Hoffnung für alle?
Was für ein Thema haben wir uns da rausgesucht. 
In irgend einer Sitzung Ende 2019 bei einer Tasse Glühwein.
Wir hatten ja keine Ahnung. 
Von Corona, von allem, was da kommt.
Hoffnung für alle.
Wie blauäugig von uns.
Wie traumtänzerisch.
Wie … naiv.

Wagenkirche: Hoffnung für alle!

Also ganz ehrlich, langsam hängt mir diese Corona-Sache zum Hals raus. Jeden Tag Hausaufgaben machen mit der Kleinen. So viele Dinge fallen aus. Und die finanziellen Sorgen von so vielen werden immer größer. Obwohl es natürlich klar ist, dass wir Rücksicht nehmen müssen und die Gesundheit und das Leben der Menschen erst mal vorgeht.

Schon blöd, dass wir am Sonntag beim MehrWegGottesdienst das Thema haben: „Hoffnung für alle“. Ich glaube, es gibt gerade ziemlich viele Menschen, die nicht so sehr viel Hoffnung haben für ihre Zukunft.

Wagenkirche: Konferenzschaltung mit Gott

(Heiko hat Kopfhörer auf)

Herzlich willkommen heute wieder zur Wagenkirche! (…)

Tut mir Leid, ich höre nichts. Hallo?

He, Heiko, was ist denn mit dir los? Warum hast du die Kopfhörer auf? 

Oh Entschuldigung, ich hab zur Zeit so viele Videokonferenzen, die Dinger sind langsam wie festgewachsen hier.

Und mit wem wolltest du gerade eine Konferenz machen?

Na, mit Gott natürlich! Wir sind doch hier bei der Kirche!

Ach so. Und? Hat er geantwortet?

Wagenkirche: Schalom!

Wagenkirche am 8. Mai 1945 - "Shalom!" 

Schalom, lieber Heiko!

 Schalom, Ulli. Aber: wir sind doch hier nicht in Israel, wo man sich so begrüßt!?

Nein, du hast Recht, lieber Heiko. Wir sind mitten in Deutschland, auf dem Marktplatz hier in Schweinfurt. Die Sonne scheint, die Leute sind wieder unterwegs und können wieder einkaufen. 

 Ja, zum Glück ist wieder Leben in der Stadt. Das war ja gespenstisch die letzen Wochen. Die Stadt war fast wie ausgestorben, die Läden und Restaurants zu, einfach alles irgendwie unwirklich. 

Wort in den Tag: Krise in der Krise #fridaysforfuture

Eine weltweite Bewegung auf den Straßen hätte es heute geben sollen. Fridays for future hatte zur nächsten weltweiten Demo eingeladen, um darauf aufmerksam zu machen, welche Krise uns da mit dem Klimawandel bevorsteht. Jetzt findet das alles nur online statt. Eine andere Krise hat alles überlagert. Aber das Thema „Klimawandel“ ist nicht aus der Welt. Und auch, wenn Sie‘s vielleicht nicht mehr hören können: Es wird uns beschäftigen. Und der Klimawandel wird unser Leben noch viel mehr bedrohen als Corona. Die Weltgemeinschaft zeigt in diesen Wochen, was für harte Maßnahmen sie ergreifen kann, wenn‘s sein muss. Warum schaffen wir das nicht für andere Dinge auch?