Predigt beim MehrWegGottesdienst „Wir verstehen es auch nicht“
Heiko Kuschel 26. März 2017 - 22:00

Gott, wo bist du? Wo hältst du dich versteckt?

So frage ich. Frage ich. Frage ich.

Das Leid der Menschen, die ich als Pfarrer begleite, schreit zum Himmel, Gott.

Die Eltern, die ihr Kind verloren, vier Jahre war es alt.

Die Menschen, die gegen den Krebs kämpfen. Junge wie alte. Und oft, viel zu oft, verlieren.

Die, die die Hoffnung aufgegeben haben. Die innerlich schon tot sind, obwohl sie noch existieren.

Ansprache: Landwirtschaft mit richtig viel Herz
Heiko Kuschel 24. März 2017 - 14:32
Ansprache zum Schulschlussgottesdienst der Landwirtschaftsschule Schweinfurt, 24.3.2017 Wir machen Landwirtschaft – mit richtig viel Herz. So haben sie das Motto Ihrer Abschlussfeier formuliert. Mich freut dieses Motto sehr, denn es sagt etwas darüber aus, wie Sie Ihren Beruf verstehen. Sie haben Lust auf Landwirtschaft. Sie haben Lust darauf, sich mit all dem auseinanderzusetzen, was da dazugehört. Sie wollen für den Schutz unserer Umwelt und für eine nachhaltige Landwirtschaft eintreten. Sie übernehmen Verantwortung und Sie tun das gern. Und so vieles mehr.
Texte der "Klänge in der Nacht" am 17.3.2017 Heiko Kuschel 17. März 2017 - 22:00
Ich bin Mose. Vor über 300 Jahren stellte man mich unter diese Kanzel. Als ein Zeichen für die Menschen: Die Predigten hier, sie stehen auf dem Grund der Zehn Gebote. Die Predigten, die hier gehalten werden, sie fußen auf dem Alten Testament. Ihr habt gemeinsame Wurzeln mit dem Judentum. Manchmal, in eurer Geschichte, da wäre es gut gewesen, ihr hättet auf dieses Zeichen geachtet. Ich bin Mose. Vor über 300 Jahren stellte man mich unter diese Kanzel. Ich habe wenige ruhige Zeiten erlebt und viele schlimme. Ich habe Hungersnöte überstanden und manchen Krieg. Was ich in diesen Tagen hören muss, erfüllt mich mit großer Sorge. Menschen, was macht ihr aus Gottes schöner Welt? Unvorstellbar grausame Kriege führt ihr in fernen Ländern. Unvorstellbar viele Menschen sind auf der Flucht. Anderswo verhungern Kinder. Und die Menschen, die zu euch fliehen, egal ob vor Bomben und Tod oder einfach vor der Hoffnungslosigkeit und dem Hunger: Die, die zu euch fliehen, sind vielen von euch nicht willkommen. Häuser brennen. Gewalt und Hass sind allgegenwärtig. Was macht ihr aus Gottes schöner Welt?
Wagenkirche: Für mehr Schnee auf der Arbeit!
admin 3. März 2017 - 16:46

So, da simmer wieder mit unserer Wagenkirche. Die Winterpause ist vorbei! Es geht wieder los, die Sonne scheint! (oder auch nicht.)

Sag mal Heiko, warum machen wir eigentlich diese Winterpause im Januar und Februar?

Na ja … wegen dem Schnee. Da kommt man doch gar nicht durch die Straßen mit unserem großen Gefährt.

Willst du mich veräppeln? Welcher Schnee? Also, wenn‘s nur das wäre, hätten wir locker durchmachen können diesen Winter.

Predigt: Martha spielt Techno
Heiko Kuschel 26. Februar 2017 - 12:28
Liebe Gemeinde! Als ich zum ersten Mal nachsah, welcher Predigttext für heute dran ist, war meine erste Reaktion: „Oh nee!, Schon wieder Maria und Martha!“ Was soll ich Ihnen denn noch Neues über diese Geschichte erzählen? Kennen sie doch schon alles. Martha, die alles tut, um ihren Gast zufriedenzustellen. Und Maria, die einfach nur da sitzt und Jesus zuhört. Was soll ich da schon noch Neues dazu sagen. Und dann widmete ich mich erst mal wieder den Dingen, die man als Citykirchenpfarrer halt so macht. Ein Plakat gestalten für den ersten ökumenischen Motorradgottesdienst in St. Johannis. Den nächsten MehrWegGottesdienst vorbereiten und die Nacht der Offenen Kirchen im Oktober. Termine planen für 2018, kein Witz. Lauter wichtige Sachen.
Wort in der Mitte am 7.2.2017: Geduld mit Gott
Heiko Kuschel 7. Februar 2017 - 13:00

Liebe Gäste der Vesperkirche, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ So hat Oscar Wilde einmal geschrieben.

Ich möchte Ihnen heute wirklich nicht das Essen verderben. Aber: Nach „am Ende wird alles gut“ sieht es derzeit ja wirklich nicht aus. Und ganz egal, ob Sie jetzt gerade an die große Weltpolitik denken oder vielleicht an eine schwere Krankheit in der Familie oder etwas ganz anderes: Manchmal ist es wirklich schwer, die Zuversicht hochzuhalten, dass alles gut wird.

Wort in der Mitte: W@nder!
Heiko Kuschel 24. Januar 2017 - 13:00

Liebe Gäste hier in unserer Vesperkirche!

In ein paar Wochen fahre ich bis nach Hannover zu einer Tagung, die nennt sich „W@nder“, eine Mischung aus „Wanderer“ und „Wunder“. Und es ist wirklich ein kleines Wunder: Sie war nämlich schon vor einem halben Jahr in kürzester Zeit ausgebucht, obwohl damals noch gar nicht klar war, was da überhaupt läuft. Aber die Beschreibung hat viele fasziniert. Vielleicht geht es Ihnen auch so?

Es ist laut Ausschreibung eine Konferenz

Wort in den Tag: Mehr teilen!
Heiko Kuschel 20. Januar 2017 - 6:40

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Am letzten Tag dieser Woche habe ich nochmal einen Vorschlag für einen verspäteten Neujahrsvorsatz für Sie. Er lautet diesmal: Mehr teilen!

Ja, genau. Mehr teilen. Nicht unbedingt immer nur Geld. Vielleicht teilen Sie auch mal Zuwendung, Freude, Trauer, Essen, Kleidung mit anderen Menschen. Oder Geschichten. Was auch immer: Teilen Sie, was Sie haben. Es tut nicht nur dem anderen gut, sondern auch Ihnen.

Wort in den Tag: Mehr Fröhlichkeit!
Heiko Kuschel 19. Januar 2017 - 6:40

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.

Gott nahm in seine Hände meine Zeit,

mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,

mein Triumphieren und Verzagen,

das Elend und die Zärtlichkeit.

Wort in den Tag: Mehr Liebe!
Heiko Kuschel 18. Januar 2017 - 6:40

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Die Zeit der Neujahrsvorsätze ist ja eigentlich schon vorbei. Aber diese Woche mache ich Ihnen trotzdem ein paar Vorschläge, wie Sie dieses noch junge Jahr für sich selbst gut gestalten könnten.

Heute: Mehr Liebe!

Ja, ich weiß, klingt abgedroschen. „Und was soll der Pfarrer sonst auch schon sagen. Typische Predigt von der Kanzel. Der sollte mal meinen Mann kennenlernen. Oder meine Frau. Oder meine Schwiegermutter.“ Vielleicht denken Sie jetzt so, und ich kann das auch verstehen.